Radonmessung leicht gemacht

Grundlagen

Radon ist ein radioaktives Edelgas, das überall auf der Erde als Zerfallsprodukt der natürlich vorkommenden radioaktiven Elemente auftritt. Das Radonisotop Rn-222 hat eine Halbwertszeit von rund 4 Tagen und kann sich aufgrund seiner Eigenschaften als Edelgas in Räumen und Kavernen anreichern und so zu einer Strahlenbelastung von Personen führen (weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des BfS).

Der Gesetzgeber hat dies erkannt und den Schutz von Personen in dem seit dem 31.12.2018 geltenden Strahlenschutzgesetz (StrlSchG) geregelt.

Zur Überprüfung ob ggf. Maßnahmen notwendig sind, empfiehlt der Gesetzgeber die mittlere Radonkonzentration in Arbeits- und Aufenthaltsräumen zu überprüfen Leitfaden Bfs.

Für eine erste Überprüfung bietet die LPS aktive Messgeräte vom Typ AIRTHINGS auf Leihbasis an.

Messgerät Radonmonitor AIRTHINGS

Der Radonmonitor ermittelt die Radonkonzentration mittels Alpha-Spektroskopie und zeigt die mittlere Radonkonzentration an. Der Radonmonitor ist einfach zu bedienen und muss nur für längere Zeit (Empfehlung einige Wochen) lediglich an dem zu überprüfenden Ort ausgelegt werden (weiteren Informationen sind im Merkblatt zu finden).

Der Radonmonitor ermittelt die Radonkonzentration mittels a-Spektroskopie und zeigt die mittlere Radonkonzentration an. Der Radonmonitor ist einfach zu bedienen und muss nur für längere Zeit (Empfehlung einige Wochen) lediglich an dem zu überprüfenden Ort ausgelegt werden (weiteren Informationen sind im Merkblatt zu finden).

Leihstellung

Der Radonmonitor wird auf Basis einer geringen monatlichen Leihgebühr jedermann zur Verfügung gestellt. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an uns, wir beraten Sie gerne.

Qualitätssicherung in der LPS

Die Funktion und die richtige Anzeige der Radonmonitore werden in der LPS regelmäßig überprüft. Dazu dienen beim BfS kalibrierte Messgeräte. Die Radonmonitore zeigen eine Exemplarstreuung. Durch die Überprüfung mittels der kalibrierten Messgeräte stellt die LPS sicher, dass die Exemplarstreuung innerhalb von 20 % liegt (bei der Eichung von Strahlenschutz-Messgeräten üblicher zulässiger Wert). Die Anzeige der Radonmonitore kann aber nicht für rechtsrelevante Messungen verwendet werden, sondern dient lediglich für die Ermittlung von Verdachtsfällen. Diese Verdachtsfälle sollten dann in rechtsrelevanten Messungen (z.B. mit passiven Exposimetern) näher untersucht werden.

Verlauf der Anzeige anhand einer Vergleichsmessung bei höherer Radonaktivitätskonzentration
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In der Abbildung ist der Verlauf der mittleren Radonkonzentration in einem geschlossenen Raum zu sehen. Dabei ist der Mittelwert von 5 Radonmonitoren über die Langzeit-Anzeige (blaue Rauten, long term average) bzw. der Kurzzeitanzeige (rote Quadrate, short term average) dargestellt. Die dargestellten Messunsicherheiten sind die Standardabweichung der gemittelten Anzeige der 5 Radonmonitore. Die Kurzzeitanzeige aktualisiert sich nach 1h und sollte ein besseres Maß für die aktuelle Radonaktivitätskonzentration sein. Aufgrund der kurzen Messzeit ist die Unsicherheit dieser Anzeige höher als die Unsicherheit der Langzeitanzeige, was sich deutlich in der Standardabweichung wiederspiegelt.