Radonmessung

Aufgaben der LPS

Die LPS ist nach §169 StrlSchG bestimmte Messstelle für die amtliche personendosimetrische Überwachung.

Die LPS arbeitet mit der Firma ALTRAC als Partnerlabor zusammen und nutzt deren Exposimeter.

Messzweck

Das Radonexposimeter (Typ Altrac B97) wird als passives integrierendes Messsystem zur Bestimmung der mittleren Radonkonzentration cRn in Bq/m³ und der Exposition PRn in kBqh/m³ durch 222-Rn und seine Folgeprodukte genutzt.

Es dient der Bestimmung der amtlichen Personendosis für Arbeiten nach § 157 StrlSchV. Grundlage für die Überwachung ist zum einen die Richtlinie Arbeiten und der Leitfaden des BfS.

Exposimeterangebot

Typ:
Radonexposimeter für Ortsmessungen

Messbereich:
Radon-222-Exposition PRn
von 30 kBqh/m³ bis 90.000 kBqh/m³

Radon-222-Konzentration cRn
von 15 Bq/m3 bis 40.000 Bq/m3

(bei drei Monaten Messzeit)

Typ:
Radonexposimeter für personendosimetrische Messungen

Messbereich:
Radon-222-Exposition PRn
von 30 kBqh/m3 bis 90.000 kBqh/m3

Radon-222-Konzentration cRn
von 15 Bq/m3 bis 40.000 Bq/m3

(bei drei Monaten Messzeit)

Amtliche Überwachung ohne Referenzort

Unter bestimmten Bedingungen kann bei der amtlichen Überwachung auf die Nutzung eines Referenzortes verzichtet werden.
Voraussetzung dazu ist die Nutzung der Radonbox.

Abb.:
geöffnete Radonbox mit Aktivkohlepatrone und Exposimeter

Bei der Radonbox übernimmt diese die Funktion des Referenzortes. In der Radonbox befindet sich ein Aktivkohleröhrchen, das die mittlere Radonkonzentration in der geschlossenen Radonbox auf ein Minimum reduziert.

Die Radonbox wird durch die Messstelle einer Person fest zugeordnet.

Download:
Merkblatt Anwendung Radondosen

Grundlagen zur Radonbox

Die LPS hat zusammen mit der Firma ALTRAC und dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) in einem 2-jährigen Projekt die Radonboxen mit sehr gutem Erfolg erprobt (siehe folgende Artikel: Artikel 1 oder Artikel 2).

Im Ergebnis des Projektes konnte gezeigt werden, dass die Aktivkohle die mittlere Radonkonzentration in der Radonbox bei richtiger Anwendung auf ein Minimum reduziert, sodass auf ein zusätzliches Referenzexposimeter in der Radonbox verzichtet werden kann.

Befestigung der Exposimeter am Helm

Die Exposimeter sollen nach Möglichkeit in Kopfhöhe getragen werden, da das radioaktive Radon über die Atmung aufgenommen wird. Dazu bietet sich bei allen Arbeitsplätzen mit Helmpflicht dieser an.

Das Exposimeter kann entweder mit einem Klett-Klebe-Pad am Visier des Helmes

oder

mit einem Clip oder Kabelbinder

befestigt werden.

Wichtig ist, dass das Exposimeter nach dem täglichen Gebrauch wieder an den Referenzort oder in die Radonbox gelegt wird.

Qualitätssicherung

Das Partnerlabor ALTRAC ist ein nach DIN EN ISO 17025:2018 akkreditiertes Messlabor und hat immer erfolgreich an den Vergleichsmessungen des BfS teilgenommen.

Die typische Messunsicherheit bei der Bestimmung der Radon-222-Exposition beträgt bei einer Exposition von:

  •     30 kBqh/m3 ± 100%
  •   200 kBqh/m3 ±   25%
  • 3000 kBqh/m3 ±   10%