LPS - Dienstleistungen im Strahlenschutz

Glossar

Hier finden Sie die Erläuterung zu allen wichtigen Fachbegriffen.

Augendosimeter
definition:

Das Augendosimeter ist ein Teilkörperdosimeter zur Bestimmung der Augenlinsendosis. Das Augendosimeter wird auf der Stirn oder Schläfe getragen.

Überprüfungsschwelle
definition:

Die Überprüfungsschwelle beträgt gemäß Richtlinie zur physikalischen Strahlenschutzkontrolle (RIPHYKO Teil1) 5 mSv. Ist die gemessene Personendosis kleiner als die Überprüfungsschwelle, wird die Personendosis der Körperdosis gleich gesetzt. Werden größere Werte ermittelt, so muss eine Einzelfallüberprüfung der gemessenen Persondosis erfolgen und ggf. die Körperdosis berechnet werden.

Betastrahlen
definition:

Betastrahlen (β-Strahlen) bestehen aus Elektronen (e-) oder Positronen (e+) und treten beim radioaktiven Zerfall auf.

Dosimeter, Dosimetersonde, Detektor
definition:

Als Dosimeter wird ein Messsystem zur Ermittlung einer Dosisgröße bezeichnet. Der Begriff umfasst alle Bestandteile des Systems, also auch die Auswertegeräte und -algorithmen. Mit Dosimetersonde wird die Komponente des Systems benannt, die dem Strahlenfeld ausgesetzt wird. Also z.B. die Filmkassette mit eingelegtem Dosimeterfilm. Mit Detektor ist jeweils die strahlungsempfindliche Komponente eines Dosimeters gemeint. Das ist im Filmdosimeter der Film, beim TLD-Dosimeter der TLD-Kristall.

Dosismessgrößen
definition:

Tiefen-Personendosis Hp(10). Äquivalentdosis in 10 mm Körpertiefe an der Tragestelle des Personendosimeters. Die Tiefen-Personendosis wird mit einem Ganzkörperdosimeter (z.B. Film- oder Albedodosimeter) gemessen und liefert einen Schätzwert für die effektive Dosis. Oberflächen-Personendosis Hp(0,07). Äquivalentdosis in 0,07 mm Körpertiefe an der Tragestelle des Personendosimeters. Die Oberflächen-Personendosis wird mit Teilkörperdosismetern gemessen (z.B. Fingerringdosimeter) und liefert einen Schätzwert für die lokale Hautdosis. Umgebungs-Äquivalentdosis H*(10). Äquivalentdosis in 10 mm Tiefe einer 30 cm Kugel aus gewebeäquivalentem Material. H*(10) wird als Ortsdosis an einer bestimmten Position gemessen und liefert einen Schätzwert für die effektive Dosis an diesem Ort.

Effektive Dosis
definition:

Summe der gewichteten Organdosen in den in Organen des Körpers durch äußere oder innere Strahlenexposition.

EPD
definition:

ist die Abkürzung für elektronische Personendosimeter. Diese sind i. A. direktanzeigende Personendosimeter mit einstellbarer Alarmschwelle.

Körperdosis
definition:

ist ein Sammelbegriff für Organdosis und effektive Dosis. Die Körperdosis für einen Bezugszeitraum (z.B. Kalenderjahr, Monat) ist die Summe aus der durch äußere Strahlenexposition während dieses Bezugszeitraums erhaltenen Dosis und der Folgedosis, die durch eine während dieses Bezugszeitraums stattfindende Aktivitätszufuhr bedingt ist.

Lokale Hautdosis
definition:

Die lokale Hautdosis ist das Produkt der gemittelten Energiedosis der Haut in 0,07 mm Gewebetiefe mit dem Strahlungs-Wichtungsfaktor. Die Mittelungsfläche beträgt 1 cm2, unabhängig von der exponierten Hautfläche. Sie ist die in der Praxis bestimmende Grenzwert-Organdosis durch äußere Strahlenexposition.

Organdosis
definition:

Produkt aus der mittleren Energiedosis in einem Organ, Gewebe oder Körperteil und dem Strahlungs-Wichtungsfaktor. Beim Vorliegen mehrerer Strahlungsarten und -energien ist die Organdosis die Summe der ermittelten Einzelbeiträge durch äußere oder innere Strahlenexposition.

RSO-Dosimeter
definition:

Das RSO-Dosimeter ist ein Beta-Fingerringdosimeter, das als zusätzliches Dosimeter bei Anwendung der Radiosynoviorthese (RSO) getragen wird.

Strahlenschutzkommision
definition:

Die Strahlenschutzkommision (SSK) hat den Auftrag das zuständige Bundesministerium in den Angelegenheiten des Schutzes vor den Gefahren ionisierender und nichtionisierender Strahlen zu beraten.

Thermolumineszenzdetektor (TLD)
definition:

Als TLD dienen dotierte Festkörpermaterialien, die die Energie ionisierender Strahlung speichern können und diese durch gezieltes Aufheizen als Licht wieder aussenden. Die Messung der Lichtmenge liefert ein Maß für die aufgestrahlte Dosis. Das Aufheizen führt gleichzeitig zum Regenerieren des Detektors, d.h. der Dosiswert ist auf Null zurückgesetzt und der Detektor kann wiederverwendet werden. Viele passive Dosimeter arbeiten nach dem Thermolumineszenz-Prinzip.